Wenn wir abends auf unserer Norwegischen Terrasse sitzen und aufs Wasser blicken, ist es abgesehen von dem Grillengezirpe sehr, sehr still. Hell und still. Ab und an fährt ein Bötchen vorbei und manchmal taucht wie aus dem Nichts ein imposantes Frachtschiff auf. Und dann sind da hin und wieder natürlich noch Moskitos. Egal. Diese ruhigen Stunden geniessen wir besonders. Und bereuen oft am nächsten Morgen, dass wir nicht früher ins Bett gegangen sind, aber was soll man tun …
In meinem Hirn hat sich eine ebenso wohltuende, helle Stille breitgemacht. Kein Zeitdruck, kein Müssen, kein Sollen, dafür viel Zeit zum Geniessen, zum Spielen und zum Aufmerksam die Welt betrachten. Stundenlang sitzen wir mit den Buben am Boden und bauen aus Duplos Schiffe und Türme. Und wenn es wie die letzten Tage sommerlich heiss ist, plantschen wir im Garten oder fahren ans Meer zum Baden. Die Zeit vergeht, ohne dass nennenswerte Dinge geschehen. Genau so habe ich mir das gewünscht.
Das Grossartige an unserer Auszeit und an dem Haustausch ist mitunter, dass wir keinen Druck haben, tausend Dinge zu sehen und zu erleben. Wenn wir erst um neun Uhr erwachen und eine Stunde lang am Frühstückstisch «verplempern», machen wir eben keinen riesen Ausflug, sondern fahren nur mit den Velos zum Spielplatz und wieder zurück.



Neulich kamen der Sohn unseres Tauschpaares mit seiner Verlobten und dem kleinen Birk – etwas älter als Jakob und der perfekte Spielpartner – zum Grillieren auf unsere Terrasse. Was für ein schöner, spannender Abend das war! Wo sonst kann man Land und Leute besser kennenlernen als bei Tisch mit stundenlangen Gesprächen, während die Kinder spielen?!
So habe ich unterdessen auch das wunderbare Gefühl, dass Tom und ich komplett ebenbürtige Partner im Alltag mit den Buben sind. Zu Hause hatte ich oft den Druck, an alles denken zu müssen und war meist alleinige Anlaufstelle von morgens früh bis abends spät – ich war halt einfach viel öfter da. Dieser Druck ist weg. Jakob will derzeit ausschliesslich vom Papi ins Bett gebracht werden und sowieso ist Papi sein absoluter Held. Vincent strahlt, wenn er nur schon Toms Stimme hört. Und so kann ich immer wieder einfach etwas faul rumsitzen, aufs Wasser blicken und die Stille im Kopf geniessen.

























Das ist Leben.
Alles andere ist funktionieren im Sytstem.
Wir haben den freien Willen.
Und beschränken wir uns aufs Mimimum, geht Leben im System auch.
Es braucht nicht viel um glücklich zu Leben.
Ein Heim (Dach über dem Kopf)
Mit Toilette (bevorzugter Weise )
Liebe
Essen
Trinken
Natur
Tiere
Garten für Selbstversorgung
Gemeinschaft
Geborgenheit
Aufmerksamkeit
Gelassenheit
Das ist soweit Alles.
Ich wünsche Euch, das ihr diese innere Stille immer wieder aufsuchen könnt.
Denn sie ist innen immer da.
Und das ihr euer Leben neu gestalten könnt, so wie es Euch zum höchsten Wohl dient.
So sei es.
Sofern ihr es euch aus dem Herzen wünscht.
Alles „Liebe“….Marlies
Ihr Lieben, da wir momentan auf unserer Reise selber viel erleben, haben wir eure letzten drei Artikel erst heute gelesen. Glücklicherweise habt ihr noch einige Wochen Auszeit vor euch, um euch vom grossen Schreck im Vigelandpark erholen zu können. Vergessen werdet ihr es euer ganzes Leben nicht mehr. Aber es ist vorbei und alles ist gut gegangen! Jetzt geniesst die Zeit, die euch noch bleibt in Norwegen und vielleicht freut ihr euch schon ein wenig auf‘s Heimkommen? Wir jedenfalls freuen uns sehr auf euch alle! Mami, Papi, Grosi, Dädi, Ruth und Charly