Holareituliö.

Gestern waren wir im Ausgang. So richtig am Abend. Und so richtig zu zweit. Wir waren todmüde und wären eigentlich gerne um neun ins Bett, aber so eine Gelegenheit hatten wir ewig nicht und deshalb rafften wir uns auf und siehe da: Wir können das noch und zwar saugut!

Unser Haustausch-Paar Trine und Øyvind verfolgt bei uns daheim unseren Blog und hat deshalb mitbekommen, dass wir uns manchmal danach sehnen, die wunderbaren Restaurants und Bars, an denen wir tagsüber mit den Kindern vorbeispazieren, zu zweit zu geniessen. So hat Trine einen Aufruf bei ihren Freunden gestartet, ob allenfalls mal jemand bei uns zum Hüten vorbeikommen könnte und da hat sich die 17jährige Mathilde bereit erklärt, uns einen freien Abend zu bescheren. Wie grossartig ist das denn?!?

So radelten wir also gestern Abend los und liessen es uns an der Promenade von Fredrikstad gut gehen. Zuerst einen Drink im Alibi, dann herrliche Tapas essen im Delicatessen und dann auf einen Absacker noch einmal zurück – es war wunderbar. Zu später Stunde machten wir Bekanntschaft mit Heiner, einem älteren Herrn aus der Stadt, der sehr interessiert war und viel wissen wollte. Zum Beispiel wo wir in Fredrikstad wohnen (in Kråkerøy). Worauf er mir verschmitzt lächelnd versicherte, dass man hier zu sagen pflegt: «Alle schönen Mädchen kommen aus Kråkerøy». Weshalb er als Norweger einen dermassen Deutschen Namen trägt, konnte er mir allerdings nicht erklären.

Alibi
Alibi ist eigentlich ein Club. Aber draussen an der Promenade lässt sich’s entspannt was trinken. Und ja, es hat Heizstrahler! (Foto geklaut von der Facebook-Seite!)

Während ich mich mit dem sympathischen Heiner unterhielt, machte Tom Bekanntschaft mit einem Pärchen, das ebenfalls sehr gesprächig war. Innerhalb von zehn Minuten luden uns die beiden ein, unseren nächsten Urlaub in ihrem Ferienhaus 100 Kilometer nördlich von Oslo zu verbringen. Tom hat jetzt die E-Mail-Adresse. So geht das. Zum Abschluss wollte der Herr dann noch, dass ich für ihn jodle. Vermutlich dachte er, dass jedes Schweizer Mädchen jodeln kann. Schön wär’s! Glücklicherweise war ich zu wenig betrunken, um so zu tun, als könne ich es. Aber dennoch genug, um das Aufstehen heute Morgen ein wenig zu verfluchen. Holareituliö.

Am Samstag kommt Mathilde übrigens noch einmal. Und Trine hat uns bereits zahlreiche Tipps für unseren zweiten Ausgang in der Stadt geschickt. Juhu!

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Hier das zum Glück einzige Beweisfoto von unserem Ausgang. Die Tapas waren grossartig. Der Wein auch.

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