Nachruf.

Es ist passiert, vor was wir uns lange Zeit fürchteten. Oft haben wir ihn knapp zu verhindern gewusst, oft haben wir einfach nur Glück gehabt, jetzt ist er geschehen, der Supergau: Häsu ist von uns gegangen. Zweieinhalb Jahre hat der anfänglich blaue und am Schluss eher graue Nuschi-Hase Jakob begleitet. Ihn in schwierigen Momenten unterstützt, mit ihm gekuschelt, ihn getröstet und in den Schlaf begleitet – immer war er da. Seine Ohren waren bereits arg in Mitleidenschaft gezogen vom vielen dran Rumknubbeln und Rumsaugen und zahlreiche Flecken von wir wollen’s nicht so genau wissen waren auch nicht mehr wegzukriegen.

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Natürlich haben wir ihn sehr oft gesucht in den Jahren und viel über ihn geflucht, weil er nicht da war, wenn wir ihn dringend brauchten oder weil er gestunken hat wie Sau. An den unmöglichsten Orten haben wir ihn jedoch immer wieder gefunden. Hinter Radiatoren. An Bushaltestellen. In Ladenregalen. Doch dieses Mal war die Suche erfolglos. Irgendwo in Prag hat der Häsu uns verlassen, oder besser gesagt; hat Jakob mal wieder einen Porsche, ein Tüta, ein Tram gesichtet und darüber das Essentielle vergessen. Und wir haben’s nicht bemerkt – wir himmeltraurige Eltern wir.

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Natürlich sind wir im Nachhinein den Weg abgelaufen, haben den treuen Begleiter am Wegrand, auf Fenstersimsen, in Mülltonnen gesucht – leider vergebens. Häsu is gone. Ab sofort muss Jakob ohne ihn einschlafen. Ohne ihn weinen. Ohne ihn spielen. Jakob trauert und wir mit ihm. Ach, Häsu, wir vermissen dich. Aber vielleicht bist du ja auch nur im Wellness-Urlaub und kommst mega erholt, strahlend blau und fleckenfrei zu uns zurück? Mal gucken, wie zuverlässig die Paket-Post in Tschechien ist…

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