Fit? Nit.

Nein, ich mache derzeit keinen Sport. Nix, nada, niente. Nicht mal für einen Rückbildungskurs hat’s nach der letzten Geburt gereicht, dafür hab ich mir eine DVD bestellt, die ich dann tatsächlich einmal reingeschoben und zumindest das Kurzprogramm durchgemacht habe. Glaub ich zumindest. Naja egal, ich renn den ganzen Tag herum, trag die Kinder, die Wäscheberge, die Einkäufe, den Müll, manchmal auch alles gleichzeitig. Habe ich eine Stunde für mich, so war mir bislang nicht danach, die Zeit joggend im Wald zu verbringen, weil dann zieht’s mich stark in Richtung Sofa oder Badewanne.

So fühle ich mich derweil gesund und munter und habe zudem Oberarmmuskeln wie in meinem ganzen bisherigen Leben noch nie. Dafür ist mein Kreuz etwas versteift und über die Bauchmuskulatur möchte ich an dieser Stelle nicht berichten. Irgendwann wird die Zeit für körperliche Ertüchtigung wieder kommen. Und für Joga, hoffe ich. Momentan hat anderes Priorität.

Dennoch war ich freudig überrascht, als ich bei unserem Besuch auf dem Holmenkollen fröhlich die ganzen Treppenstufen bis zur Mitte der riesigen Sprungschanze heraufgehüpft bin und oben ohne Sauerstoffmaske den Ausblick geniessen konnte. Danach das Ganze wieder runter – in Birkenstock-Latschen wohlgemerkt – zahlreiche Menschen hab ich entspannt lächelnd überholt. Hey, ich bin ja doch noch recht fit, fand ich.

Am Tag danach zog es ein wenig im rechten Oberschenkel. Gegen Abend wurden die Schmerzen stärker. Zwei Tage später konnte ich mich quasi nur noch auf einem Bein hüpfend fortbewegen, der Schenkel glühte. Ja, ich habe verstanden: möglicherweise wär’s ratsam, gewisse Körperpartien mal wieder gezielt zu trainieren. In dieser Auszeit wird es aber bestimmt nicht dazu kommen. Es gibt einfach so viel Wichtigeres zu tun und zu erleben …

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Der Holmenkollbakken gilt als die älteste Skisprungschanze der Welt und ist die meistbesuchte Touristenattraktion Oslos.
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An einer Zipline kann man die Schanze runterdonnern – wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mir dieses Erlebnis nicht entgehen lassen!
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Es war enorm eindrücklich, vor der riesigen Schanze zu stehen und es muss noch viel eindrücklicher sein, wenn hier tatsächlich ein Turnier stattfindet.
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Steile, hohe Treppenstufen führen bis zur Mitte der Schanze. Jakob hat’s probiert – ich hab ihn dann aber auf halber Strecke wieder nach unten begleitet.
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Blick über den Oslofjord von der Mittelstation aus. Man kann sich ungefähr vorstellen, wie atemberaubend die Aussicht von ganz oben sein muss.
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Weiterer Aufstieg an diesem Tag: Auf das Dach des Opernhauses.
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Die Fassade besteht zu 90 Prozent aus weissem italienischen Carrara-Marmor. Ist ziemlich rutschig, da hoch zu spazieren. Und vermutlich lebensgefährlich im Winter.
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Mittendrin im Architektur-Paradies.

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Gruppenfoto für eine fröhliche muslimische Familie.
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Die Überwachungskamera darf natürlich auch hier nicht fehlen.

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Ebenfalls angesehen haben wir uns den Barcode, 12 Hochhäuser die von Weitem einem Barcode ähneln.
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Big Brother is watching you!

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Hier gibt es Büroräume, Restaurants, Geschäfte und Wohnungen – vermutlich ziemlich teure.
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Das war unsere vorerst letzte Reise nach Oslo. Auf Wiedersehen, du schöne Stadt!

3 Gedanken zu „Fit? Nit.&8220;

  1. Es ist einfach lustig, witzig, und amüsant euren Blog zu lesen! Ich habe ihn heute beim unfreiwilligen Aufenthalt im Spitalzimmer vorgelesen und wir mussten schmunzeln und manchmal sogar „gigele“! Weiter so!

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