Plapperlapapp.

Wenn man täglich um zwei kleine Kinder herum ist, kann man ihnen beim Gedeihen zusehen. Vincent ist gestern zum ersten Mal aufgestanden. Er übt fleissig Sprechen und brabbelt und gurgelt vor sich hin. Zudem hat er nun zwei Zähne und sich daher entschlossen, zukünftig auf Brei zu verzichten. Neben Himbeeren und Bananen mag er es währschaft. Nix Joghurt oder Butterbrot, lieber Schinken und Käse und gerne schon zum Frühstück. Pizza, Pasta, asiatische Küche, Gulasch mit Knödeln, Filet, Tomaten oder Kartoffeln vom Grill – Vincie ist am Start, fuchtelt mit Armen und Beinen und quiekt wie ein Meerschweinchen, wenn er Nachschub braucht. Und während er uns die Haare vom Kopf frisst, verschwindet seine Babyglatze langsam unter einem dichter werdenden Flaum.

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Und immer wieder machen wir denselben Fehler: Duschen vor dem Essen. Totaler Mumpitz. 
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Immer gut drauf: Vincent hat schon unzählige Fremde mit seinen Flirtattacken beglückt. 

Jakobs Fortschritte sind eher verbaler Natur. Er quasselt derzeit ohne Punkt und Komma, was vor allem auf langen Autofahrten ganz schön anstrengend sein kann. «Mami, was is das? Skoda! BMW! Sitroä! Pöscho! Lueg, Mami, goosse Baggr! Lutt! Brrruuuummm! Was seit e de Vinci? Und de Papi? Papieee! Was seit e de Vinci? Wämmä Pielplatz go? Mami! Wämme go luege uf de Pielplatz? Uf d’Rutschbahn go? Und de Vinci au mitchoh! Gäll, Mami, Vinci au mit! Und de Tom & Tschämmi und zeige de Alentina und Babaa und au tsutte und denn in Pital gsie (der Spitalaufenthalt ist Jakob noch in lebhafter Erinnerung und kommt zusammenhangslos immer wieder in seinen Erzählungen vor) und Piek macht, jooo, do in Hand, aua macht, und lueg, Mami, Tüta! Lutt und snääääll!!! Und de Papi sin Weckel au lutt macht und ich fest veschrocke und und denn Aua macht und Mami au Aua macht und Pläschteli duff do …» So geht das den ganzen Tag. Kein Wunder qualmt uns am Abend jeweils der Kopf.

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Wenn er trinkt, redet er etwas weniger. Dafür spuckt er nun wie ein Wilder. Vincent spuckt schliesslich auch. Grmpf. 

Doch auch körperlich ist bei Jakob einiges gegangen. Er klettert wie ein Weltmeister und zieht sich seit wenigen Tagen auch die Hosen und die Socken selber an – ausziehen kann er sich schon länger. Auch die Windeln, leider. Nur beim T-Shirt müssen wir noch helfen. Zudem geht er nun bedeutend längere Strecken zu Fuss, will den Kinderwagen schieben, alleine ins Auto ein- und aussteigen, Flaschen selber auf- und zudrehen, Zähneputzen, Staubsaugen, Händewaschen, alles alleine – nur mit dem Toilettenbesuch lässt er sich noch Zeit.

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Wir unterstützen es natürlich, wenn Jakob «lauffe» will. Wenn das Kind nur nicht alle 100 Meter stehen bleiben würde wie ein Esel. Wandern ist eher schwierig. 

Es macht riesigen Spass und ist enorm eindrücklich, den Buben beim Wachsen zuzusehen und fast täglich neue Entwicklungsschritte mitzuerleben. Ist aber auch echt schön, wenn mal beide schlafen.

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Ein Gedanke zu „Plapperlapapp.

  1. Oh, wie wir uns freuen, die beiden Buben (und euch natürlich auch) wiederzusehen und über ihre Fortschritte zu staunen! Wir wünschen euch eine gute Heimfahrt und dass ihr alle gesund und glücklich hier ankommt! Bis bald!

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