Hallo und tschüss.

Etwas über eine Woche sind wir nun zu Hause. Das Heimkommen war ganz grossartig. Ich empfand unsere Wohnung als riesig und total luxuriös. So sehr hatte ich mich an zweieinhalb Zimmer gewöhnt, dass ich ganz ungläubig durch die Wohnung tigerte und den Urwald auf der Terrasse bewunderte. Die Buben waren bis spät abends damit beschäftigt, ihre Spielsachen neu zu entdecken und durch die Wohnung zu rennen und zu krabbeln.

IMG_9517.jpg
Als Vincent das letzte Mal zu Hause war, konnte er noch nicht aufstehen. Dementsprechend mehr Spielsachen stehen ihm jetzt zur Verfügung. Für ihn ein Paradies – für Jakob ein Graus.

Relativ bald wurde mir jedoch bewusst, dass eine grosse Wohnung, Freunde, Familie und ein Briefkasten neben allem Schönen, dem Komfort, der Wiedersehensfreude auch viel Zeit in Anspruch nehmen – Zeit, die wir die letzten Wochen ganz für uns alleine hatten. Und ich begann mich nach der Fortsetzung unserer Reise zu sehnen. Allerdings gab und gibt es bis dahin noch einiges zu erledigen.

IMG_9485
Zum Glück lassen Jakob und Vincent die Zeit immer mal wieder stillstehen. Zum Beispiel beim gedankenversunkenen Zeichnen im Park.

Wir schrieben ein Manual für unsere Gastfamilien – Vom hiesigen Abfallsystem über das Aufladen des E-Bikes bis hin zu möglichen Gefahren beim Schwimmen im Rhein haben wir alles erklärt und mit Fotos dokumentiert. Wir mussten weitere Handtücher und Bettbezüge organisieren für unsere Gäste, zudem eine Matratze, die Terrasse von Unkraut und Läusen befreien, zwei Familienzimmer für die Zwischenstopps auf dem Weg in den Norden reservieren, die Rechnungen der letzten Wochen bezahlen, Rückforderungsbelege an die Krankenkasse schicken …

IMG_9518
Auch Jakob hat zu tun. Er kümmert sich leidenschaftlich um die Bewässerung der Balkonpflanzen.

In den letzten beiden Tagen gibt es nun noch einige Schränke zu räumen, zu putzen, ein Kinderbett irgendwo im Keller zu verstauen, die Betten frisch zu beziehen, allen Verwandten und Bekannten bereits wieder «tschüss» zu sagen und natürlich zu packen. Dabei weiss ich einmal mehr nicht so genau, was ich am besten mitnehmen soll. Bei 35 Grad im Schatten kann ich mir nur schwer vorstellen, wie sich kühle Norwegerabende anfühlen. Und ehrlich gesagt bin ich etwas nervös. Die Reise ist lang, die Hitze gross, die Baustellen auf deutschen Autobahnen sind zahlreich. Jedenfalls werden wir am Sonntag um 13 Uhr in Odense/Dänemark für die Schlüsselübergabe erwartet. Mal sehen, was wir bis dahin noch alles erleben.

IMG_9528
Blödeln mit Dädi – so schön!

Ein Gedanke zu „Hallo und tschüss.

  1. Das war ein kurzes Wiedersehen aber wir freuen uns mit euch, dass es schon bald wieder auf die Reise geht – diesmal allerdings für eine längere Zeit! Geniesst es, hebet Sorg und schreibt weiterhin fleissig, damit wir wissen, was ihr so treibt… Papi und Mami, Charly und Ruth, Dädi und Grosi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.